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Fachlehrerausbildung

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Allgemeine Informationen

Im Seminar für sonderpädagogische Förderung des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) Köln besteht die Möglichkeit, sich zur Fachlehrerin / zum Fachlehrer an Förderschulen und in der pädagogischen Frühförderung ausbilden zu lassen.

Welche Voraussetzungen für eine Zulassung zu diesem Ausbildungsgang erfüllt sein müssen, entnehmen Sie bitte der Rechtsgrundlage (Ausbildungs- und Prüfungsordnung).

Bewerbungen für die Zulassung zur Fachlehrerausbildung können ausschließlich während der Bewerbungsfristen an die Bezirksregierung Köln gerichtet werden.

Interessenten sollten sich daher regelmäßig auf der Homepage der Bezirksregierung Köln informieren, wann eine Bewerbung für den nächsten Ausbildungsgang möglich ist und welche Bewerbungsunterlagen hierzu einzureichen sind.

Die Ausbildungsgänge erfolgen im eineinhalbjährigen Turnus und starten jeweils am 1. Mai oder am 1. November.

Die Auswahl der zur Ausbildung zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber und die Vergabe der Ausbildungsplätze erfolgt in allen Fällen ausschließlich durch die Bezirksregierung Köln.

Daher bitten wir unbedingt, von der Zusendung von bewerbungsrelevanten Unterlagen an das ZfsL abzusehen. 

Ausbildungsinhalte

Der Ausbildungsgang gliedert sich in die theoretische und die schulpraktische Ausbildung. Die theoretische Ausbildung wird im Seminar für sonderpädagogische Förderung, die schulpraktische Ausbildung an einer Ausbildungsschule der Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Sehen oder Hören und Kommunikation durchgeführt.

Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung sieht folgende Inhalte vor:

1. Aspekte der Sonderpädagogik einschließlich Sozialpädagogik

 

a)

Sonderpädagogische Förderung, Menschenbild und Behinderungsbegriff,

b)

Die Schule und die Schulklasse oder Gruppe als soziale Systeme; Umgang mit Vielfalt,

c)

Feldkenntnisse zu sonderpädagogischen Einrichtungen und Förderorten,

d)

Berufliche und soziale Eingliederung,

e)

Lehrerrolle, Lehrerverhalten, Berufsethos,

f)

Arbeit im Team,

g)

Kooperation mit den Eltern und Erziehungsberechtigten und

h)

Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen.

 

2. Ausgewählte Aspekte der sonderpädagogischen Psychologie

 

a)

Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung

b)

Wechselwirkungen im systemischen Kontext zwischen Behinderung, sozialer Bezugsgruppe, Selbstbild und Integration,

c)

Verhaltensauffälligkeiten,

d)

Intensivpädagogische Förderung bei Schwerstbehinderung,

e)

Grundlagen lerntheoretischer Ansätze,

f)

Individuelle Potentiale und Zugangswege schulischer Lernentwicklung in heterogenen Leistungsgruppen.

 

 

3. Medizinische Aspekte

 

a)

Grundlagen der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen,

b)

Einführung in den Aufbau und die Funktion des Zentralnervensystems,

c)

Grundlagen der Genetik,

d)

Prä-, peri- und postnatale Schädigungen,

e)

Ursachen von Behinderung,

f)

Ophtalmologie und Physiologische Optik (nur Förderschwerpunkt Sehen) und

g)

HNO-Kunde und Audiometrie (nur Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation).

 

4. Pflegerische Aufgaben

 

a)

Allgemeine und persönliche Hygiene, Grundzüge der Mikrobiologie und Desinfektionslehre,

b)

Einführung in die Arzneimittellehre, insbesondere Umgang mit Arzneimitteln,

c)

Grundpflege und aktivierende Pflege und

d)

Erste Hilfe und Unfallverhütung.

 

 

5. Fachliche und didaktisch-methodische Fragen des Unterrichts und der Erziehung bei Kindern und Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung sowie Fragen der pädagogischen Frühförderung von Kindern und Jugendlichen mit den Förderschwerpunkten Sehen oder Hören und Kommunikation

 

a)

Aspekte der Bildungsarbeit

aa)

Kompetenzen in Fach- und Sachzusammenhängen (lebenspraktisches Training, musische Erziehung, religiöse Erziehung, Bewegungserziehung),

bb)

Kompetenzen in Entwicklungsbereichen,

cc)

Konzepte zur Förderung bei Schwerstbehinderung,

dd)

Vorbereitung auf die Arbeitswelt, Arbeitslehre,

ee)

Freizeiterziehung,

ff)

Rhythmisierung des Tagesablaufs,

gg)

Unterstützte Kommunikation und

hh)

Spielpädagogik.

 

b)

Aspekte von Unterricht und Erziehung

aa)

Hospitationen,

bb)

Vor- und Nachbereitung von schulpraktischen Übungen,

cc)

Ansätze der Unterrichtsorganisation und -gestaltung,

dd)

Medien und

ee)

besondere Erziehungsfragen.

 

 

6. Schul- und Beamtenrecht

 

a)

Rechtliche Grundlagen des Schulwesens und der sonderpädagogischen Förderung

b)

Aufgaben und Pflichten von Fachlehrerinnen und Fachlehrern,

c)

Ausgewählte Fragen des Schulgesetzes, Aufsicht, Schulmitwirkung,

d)

Rechte und Pflichten der Beamten.

 

Organisationsstruktur 

Die Dauer der Ausbildung beträgt 18 Monate.

 

Auf die schulpraktische Ausbildung entfallen 12 Wochenstunden (zzgl. Pausenzeiten und Aufsicht). Die 12 Wochenstunden sind auf 3 Schultage zu verteilen, wobei es verpflichtend ist, mindestens einen Nachmittag bis zum Schulschluss in der Ausbildungsschule anwesend zu sein.

Zusätzlich zu den 12 Wochenstunden ist die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen, Konferenzen, Dienst- und Teambesprechungen, Eltern-/Schülersprechtagen verpflichtend.

Die Teilnahme an einer mehrtägigen Klassenfahrt ist ausdrücklich erwünscht.

Die Ausbildungsschule wird den Fachlehrerinnen und Fachlehrern in Ausbildung durch das ZfsL zugewiesen. Dabei wird grundsätzlich versucht, eine wohnortnahe Schule zu finden, ein Anspruch hierauf kann jedoch nicht garantiert werden.

Für die Dauer der Tätigkeit an der Ausbildungsschule gehören die Fachlehrerinnen und Fachlehrer in Ausbildung dem Schulkollegium an und sollen zwei Ausbildungslehrkräften zugewiesen werden.

Auf die theoretische Ausbildung entfallen 8 Wochenstunden.

Die theoretische Ausbildung findet i. d. R. montags von 9:00 Uhr – 12:00 Uhr und von 13:00 Uhr – 16:00 Uhr im ZfsL Köln statt.

In Ausnahmefällen finden einzelne Seminarveranstaltungen an anderen Wochentagen oder auch an anderen Lernorten statt.

Die Erarbeitung der Grundlagenthemen erfolgt im Basisseminar, die der fachrichtungsbezogenen Schwerpunkte in den Förderschwerpunktseminaren.

In regelmäßigen Abständen informieren sich Ausbildungsleiter/in und Fachleiter/in durch Praxisbesuche über den Verlauf und Stand der Ausbildung und beraten die Fachlehrerinnen und Fachlehrer in Ausbildung im Hinblick auf ihre selbstständige Unterrichts- und Erziehungsarbeit. Ein Praxisbesuch findet als Gruppenhospitation statt.

Die Fachlehrerausbildung ist eine Vollzeitausbildung und kann nicht berufsbegleitend absolviert werden. Der Zeitbedarf für die Ausbildung geht weit über die 20 Wochenstunden der praktischen und theoretischen Ausbildung hinaus, da zur Erreichung des Ausbildungsziels selbstständiges Lernen und Arbeiten vorausgesetzt wird. Dies betrifft beispielsweise die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, Literaturrecherche, Herstellung und Besorgung von Medien, Verschriftlichung und Auswertung von Schülerbeobachtungen, Verschriftlichung von Unterrichtsplanungen.

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